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Angepinnte Beiträge

Soli-Konzert (Torkel T u. Yansn) + Vortrag für das Café Internationale

Termin am: 

Samstag, 20. Januar 2018 - 19:00 bis Sonntag, 21. Januar 2018 - 3:00

Ereignis: 

  • Infoveranstaltung
  • Konzert
  • Küfa & Vokü
  • Vortrag & Diskussion

Vortrag und Soli-Party (20.01.2018 im LIZ): Merseburger Zustände und das Café Internationale

Spätestens seit Beginn der 2000er Jahre ist Merseburg ein Ort an dem Neonazis offen und gewalttätig auftreten, Drohungen gegen Aktivist*innen und vor allem auch rassistische Diskriminierung und Gewalt sind an der Tagesordnung.

So wurde im Februar 2014 ein aus Somalia stammender Mann in einer Unterführung zusammengeschlagen.

Im Oktober 2015 wurde ein Mensch aus Somalia durch einen Schuss aus dem Luftgewehr am Kopf verletzt.

Im Oktober 2016 wurden ein Mann, eine Frau und ihr fünf Jahre alter Enkel von zwei Männern verletzt, die Täter hatten an der Wohnungstür des 44-Jährigen aus Liberia geklingelt und ihn sofort mit einem Schlagstock und einem Schlagring angegriffen und in die Wohnung zurückgedrängt, wo sie dann auch die Lebensgefährtin des Mannes sowie das Kind verletzten. Alle Drei mussten ins Krankenhaus.

Auch aus Kreisen, die sich wahrscheinlich als bürgerliche Mitte verstehen, werden alltäglich stattfindende rassistische Anfeindungen und Beleidigungen eher gutgeheißen und verharmlost.

So beleidigte ein deutsches älteres Paar am 05.12. am Merseburger HBF zwei Menschen als “Scheisskerle” und stieß sie unsanft mit den Ellenbogen zur Seite, nachdem diese sich in einer Sprache unterhalten hatten, die dem Paar anscheinend nicht deutsch genug war.

Dieser rassistischen Grundstimmung folgen letztendlich auch die staatlichen Institutionen: Asylsuchende Menschen sind derzeit von Leistungskürzungen, Lebensmittelgutscheinen statt Bargeld und Arbeitsverboten betroffen.

Ebenso forciert es die Ausländerbehörde mit allen Mitteln, die Zahl der Abschiebungen zu erhöhen. Am 07.11. wurde ein Mensch in ein Land abgeschoben, in dem er zuletzt als Kind war. Eigentlich wollte er demnächst heiraten, hatte einen festen Arbeitsvertrag in Aussicht, hatte ein festes Umfeld in einer größeren Stadt und war nur in Merseburg, um seine Duldung pflichtgemäß zu erneuern. Die Ausländerbehörde wird somit zu einem der gefährlichsten Orte für Menschen mit und ohne Bleiberechtsperspektive.

Das Café Internationale besteht seit 2014 und ist ein Ort der Begegnung und der Solidarität, für Menschen mit Fluchthintergrund und Unterstützende in Merseburg und Umgebung.

Es ist für viele Betroffene der einzige Anlaufpunkt für Fragen aus den Bereichen Flucht, Asyl und Diskriminierung in der Region. Die Aktivist*innen des Cafés selbst können Unterstützung in jedweder Form sehr gut gebrauchen! Ihre nicht entlohnte Arbeit besteht vor allem daraus, Menschen bei Asylanträgen zu unterstützen, sie auf Ämter, Behörden und zum Gericht zu begleiten, ihnen nach rassistischen Angriffen zur Seite zu stehen und oft auch als einzige Gesprächspartner*innen. Anfeindungen von verschiedenen Seiten erschweren den Aktivist*innen das Engagement: Zuletzt wurde ihnen sogar die Nutzung der Räumlichkeiten der FH Merseburg durch die Leitung der Uni verboten.
Diese Arbeit ist anstrengend, braucht Zeit und eben auch Geld.

Darum wird es am 20.01.2018 im Libertären Zentrum (LIZ) in Magdeburg eine Soli-Veranstaltung geben mit einem Vortrag zu der aktuellen Situation in Merseburg, gehalten von Menschen vom Cafe Internationale. Im Anschluss ist dann Konzert mit Yansn und Torkel-T (Hip Hop) und Party mit Cocktails und den DJ*anes FATAL und Cynthesiza!

Alle Einnahmen kommen dem Cafe Internationale zu Gute für Anwaltskosten und den täglichen Kampf gegen Rassismus, Abschiebungen und Ausgrenzung!

Kommt Zahlreich!

Ort: LIZ Alt Salbke 144, Linie 2 Haltestelle Mariannenstraße
English translation will be provided.

Beginn Vortrag: 19:00 Uhr
Live Acts (YANSN TORKEL-T): 21:00 Uhr
Party: 23:00 Uhr

Orte: 

  • Infoladen Salbke
  • Libertäres Zentrum

Themen: 

  • Antifaschismus
  • Antikapitalismus & Klassenkampf
  • Antirassismus
  • Repression

Termine & News

Filmabend der FAU: Land and Freedom

Termin am: 

Freitag, 26. Januar 2018 - 19:00

Ereignis: 

  • Filmvorführung

Die FAU Magdeburg lädt euch herzlich zum nächsten Filmabend unser Filmreihe ein.

Wir werden am Freitag, den 26.01.18, 19 Uhr „Land and Freedom“ im Infoladen Stadtfeld zeigen. Weiter unten findet ihr eine Beschreibung und den Trailer.

Weitere Infos unter:

https://www.fau.org/ortsgruppen/magdeburg/

https://facebook.com/FAUMD/

Liverpool 1994: Eine junge Frau findet ihren Großvater David bewusstlos auf dem Sofa liegend, auf dem Weg ins Krankenhaus stirbt er. Nach seinem Tod findet sie auf dem Schrank einen alten Koffer mit Briefen, Zeitungsausschnitten, Fotografien und ein mit Erde gefülltes rotes Halstuch. Sie beginnt, das ihr unbekannte Leben ihres Großvaters zu rekonstruieren:

Im Jahre 1936 entschließt sich der junge Erwerbslose David, ein englischer Kommunist, nach Spanien in den Kampf gegen das Franco-Regime zu ziehen. Er schließt sich einer Gruppe der revolutionären Miliz der POUM an und erlebt an der Aragon-Front und in Barcelona die Wirren des Krieges – den ungleichen Kampf gegen die Franco-Truppen und die internen Auseinandersetzungen auf republikanischer Seite.

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=zfGM5EQtMTg - Bei uns dann in besserer Qualität ;)

 

Orte: 

  • Infoladen Stadtfeld

Franz Josef Degenhardt: Wölfe mitten im Mai

Termin am: 

Mittwoch, 17. Januar 2018 - 19:00 bis 22:00

Ereignis: 

  • Konzert
  • Lesung
  • Performance

Die Bildungsalternative Magdeburg ("Alternative" wieder positiv besetzen") präsentiert:

Franz Josef Degenhardt:  Wölfe mitten im Mai

Lieder und Texte zum rechten Aufmarsch in Europa,
gesungen, gelesen und kommentiert von  Rolf Becker und Kai Degenhardt

(https://www.facebook.com/events/820239211483942/)

„August der Schäfer hat Wölfe gehört / Wölfe mitten im Mai…“ – doch  statt den Anfängen zu wehren, wiegt sich das Dorf in dem bekannten Franz-Josef-Degenhardt-Chanson in trügerischer Sicherheit – bis es zu spät ist. 1965 galt dieses Lied der Gefahr erneuter faschistischer Bedrohung, war doch die NPD gerade in sieben westdeutsche Landtage eingezogen.

Und heute? Der Faschismus als äußerstes Mittel zur Rettung bürgerlicher Herrschaft in der Krise ist nicht mehr nur strategische Option in der Hinterhand der Herrschenden – die Entdemokratisierung schreitet europaweit fort. Franz Josef Degenhardts Metapher von den „Wölfen mitten im Mai“ behält auf bestürzende Weise Aktualität. 

Degenhardts Sohn Kai stand als Gitarrist und Arrangeur mit seinem Vater über viele Jahre zusammen auf der Bühne. Er arbeitet längst selber als Liedermacher und ist dabei „einer der wenigen seiner Generation, der sowohl mit einer klaren politischen Position als auch mit musikalischen Ideen aufwarten kann” (Jazzthetik). 

Der langjährige „Hamburger Jedermann“ Rolf Becker ist nicht nur als Schauspieler einem breiten Publikum bekannt – seit Jahrzehnten beteiligt er sich mit Lesungen und Vorträgen an den Bemühungen um politische Aufklärung.

Mit freundlicher Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung, der DGB Region Altmark-Börde-Harz und der DGB-Jugend Sachsen-Anhalt gefördert durch das LSA)

Eintritt frei!

Wo? Oli-Kino, Olvenstedter Str. 25, 39108 MD

Orte: 

  • Magdeburg

Themen: 

  • Antifaschismus
  • Antikapitalismus & Klassenkampf

SCHEISZ AUF EUREN Oi! Vol.1

Termin am: 

Samstag, 10. Februar 2018 - 19:00 bis Sonntag, 11. Februar 2018 - 3:00

Ereignis: 

  • Infoveranstaltung
  • Konzert
  • Küfa & Vokü
  • Vortrag & Diskussion

Am 10.2.2018 gibt sich in der Factory in Magdeburg die Creme de la Creme der "unpolitischen" Oi!-Fraktion die Klinke in die Hand. Unter dem Namen "Oi! for you" findet dort ein Festival statt, alles organisiert von der Spirit from the street-Crew. Dort sollen neben Rotz und Wasser, Pöbel und Gesocks, Durstige Nachbarn und weiterem Abschaum auch die Band Krawallbrüder aufspielen. Eigentlich dachte ich, dass KB schon unter die Kategorie "Deutschrock" fällt, dem ist scheinbar nicht so. Da spielen also die Krawallbrüder, die doch selber von sich behaupten, unpolitisch zu sein, in der Factory in Magdeburg. Waren es denn nicht Teile von KB, die gerne mal mit Nazis nach Spanien fahren und sich dort auch noch mit den Nasen fotografieren lassen? Man kann sich also selber schon vorstellen, was am 10.2. in der Factory zu erwarten ist: ein Tummelplatz für die ganzen ach so "unpolitischen" Oi!- und Deutschrock-Fans.

Es wird aber sicher noch einige geben, die darauf keinen Bock haben, Menschen, die keinen Lust darauf haben, sich besoffene Macker anzuschauen, die irgendwas vom "wahren Skinheadkult" faseln oder einem erzählen, dass Oi! "schon immer unpolitisch" gewesen sei. Diejenigen, die keinen Bock auf diese Scheisze haben, sind recht herzlich dazu eingeladen, am 10.2.2018 ins LiZ (Libertäres Zentrum) nach Magdeburg zu kommen, denn dort steigt das "Scheisz auf euer'n Oi!"-Festival. Weitere Infos folgen hier in Kürze.

Bands:

ONE STEP AHEAD (AFA HC-PUNK)
NASTY MATTER (Polit HC-PUNK)
KELLERASSELN (Polit Speed-Punk)
SELBZTJUSTIZ (Riotpunk)
+++weitere+++

Außerdem wird es eine Mobi-Veranstaltung geben zum Naziaufmarsch am 10.3.2018 in Dessau und geplanten Gegenaktivitäten - "Make Dessau nazifrei again "!

In diesem Sinn: Alerta Antifascista, Fuck off Grauzone!

Orte: 

  • Infoladen Salbke
  • Libertäres Zentrum

Punkkonzert

Termin am: 

Freitag, 12. Januar 2018 - 21:00 bis Samstag, 13. Januar 2018 - 1:00

Ereignis: 

  • Konzert
  • Performance

100 Kilo Herz (Punkrock mit Gebläse aus Leipzig)
https://www.facebook.com/100KiloHerzPunkrock/
Punk-Rock mit Gebläse und deutschsprachigen Texten, der auch richtig ordentlich umgesetzt wird. Das Ganze geht dabei eher wenig in Richtung Sondaschule und Rantanplan, sondern eher hinzu den englischsprachigen Ska-Punk Größen Less Than Jake und Reel Big Fish.

Finding Kelly Fornia (Punk Rock aus Berlin)
https://www.facebook.com/findingkellyfornia/
Die 5 Punkrocker aus Berlin werden dir mit ihrem
fluffigen Mix aus melodischem Punkrock und Skatepunk
eine positive Ohrenentzündung bescheren
und ein breites Lächeln ins Gesicht zaubern.

Who Killed Bambi ("In die Fresse Punk" aus Lübbenau)
https://www.facebook.com/wkbpunkrock/
Bei Live-Gigs ist Who killed Bambi definitiv im HC/Punk Bereich einzuordnen da das Zusammenspiel von brachialen Shoutings und ordentlicher Geschwindigkeit einen aggressiven und treibenden Eindruck hinterlässt!

Orte: 

  • Magdeburg
  • KJFE Knast

Zuganreise nach Dessau: Oury Jalloh - das war Mord!

Termin am: 

Sonntag, 7. Januar 2018 - 12:45

Ereignis: 

  • Demonstration
  • Kundgebung
  • Performance
  • Sportveranstaltung

Seit nun fast 13 Jahren kämpfen die Freund*innen von Oury Jalloh gemeinsam mit internationalen Aktivist*innen für die Aufklärung an seinem Mord. Er verbrannte, an Händen und Füßen gefesselt, in der Dessauer Polizeizelle Nr. 5 auf einer feuerfesten Matratze.

Seit seinem Feuertod am 7.1.2005 hält die Staatsanwaltschaft Dessau beharrlich an ihrer Hypothese fest, dass die Entzündung der Matratze durch Oury Jalloh selbst erfolgt sei und gibt vor, dass es keinerlei Anhaltspunkte für eine Beteiligung Dritter am Brandgeschehen gäbe. Dies ist faktisch widerlegt. Der gerichtlich beauftragte Gutachter des LKA Sachsen-Anhalt bestätigte, dass am Feuerzeug, mit welchem sich Oury Jalloh angezündet haben soll, keinerlei Spuren von ihm selbst sowie der tödlichen Brandszene aufgefunden werden konnten. Das Feuerzeug war nicht in Zelle Nr. 5 und er konnte sich somit nicht selbst anzünden. Dieser Aspekt reicht völlig aus, um klar sagen zu können: Oury Jalloh – das war Mord!
Unnötig zu erwähnen, das erst in der zweiten, unabhängig durchgeführten Obduktion des Leichnams Verletzungen am Körper gefunden wurden, wie die gebrochene Nase und das verletzte Trommelfell. Verschwundene Beweismittel, Zeugen, die unter plötzlichem Erinnerungsverlust litten, ein Dienstgruppenleiter, der den Alarm der Brandmeldeanlage mehrfach ausgeschaltet hat und und und... der Mord an Oury Jalloh soll in jedem Fall vertuscht werden. Nur durch das starke Durchhaltevermögen und Widerstand der „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“, der Black Communities sowie vieler verschiedener Menschen, ist der Feuertod von Oury Jalloh nach 13 Jahren nicht vergessen, daher:

Orte: 

  • Magdeburg
  • Hauptbahnhof
  • Dessau

Themen: 

  • Antifaschismus
  • Antirassismus

Redebeitrag von Zusammen Kämpfen bei der “Infoladen bleibt!”- Kundgebung bei Stach- Immobilien:

Wir von Zusammen Kämpfen haben einen  Redebeitrag auf der “Infoladen bleibt!”- Kundgebung bei Stach- Immobilien gehalten den wir hier auch dokumentieren wollen:

Seit gegrüßt, liebe Teilnehmerinnen der Kundgebung und liebe StadtfelderInnen,
Wir, NutzerInnen und BetreiberInnen des Infoladens/ Sozialen Zentrum in der Puschkinstraße und BewohnerInnen von Stadtfeld sind heute hier um ein Zeichen zu setzen gegen Mietwucher und Verdrängung. Wieso wir gerade vor Stach Immobilien stehen wollen wir kurz erläutern am Beispiel des Infoladens.
Ende 2015 wurde der Infoladen vom damaligen Vermieter gekündigt ohne eine Begründung zu nennen. Kurz danach wurde uns mitgeteilt das das Objekt in der Pusckinstr. 20, in dem das soziale Zentrum beheimatet ist, verkauft wurde. Mit den neuen Eigentümer der S IMMO AG wurde ein 2 Jahres Vertrag ausgehandelt der am 31.3.2018 endet.
Aber wer ist S Immo AG und welche Interessen hat so eine Aktiengesellschaft an Häuser in Magdeburg?
Am 19. Oktober 1987 startete das erste börsennotierte Immobilien-Wertpapier Österreichs an der Wiener Börse. Anfangs lief das Papier unter den Namen Die Erste Immobilien Aktie. Durch die Fusion mit der Sparkassen Immobilien Anlagen AG entstand der heutige Name S Immo AG.
2015 besaß diese Aktiengesellschaft etwa  2 Milliarden Euro an  Immobilienvermögen. Ihren Jahresüberschuss 2016 konnten sie auf 204,3 Millionen erhöhen. Das diese Steigerung nur durch Spekulationsgeschäfte erreicht werden konnte zeigt sich dadurch das die Einnahmen durch Mieterlöse 118,2 Millionen Euro betragen. Im selben Jahr verkauft aber S Immo rund 1.500 Wohnnungen in Berlin und Hamburg (flächenmäßig etwa rund ein Drittel des deutschen Wohnportfolios). Durch diesen Verkauf waren es laut Vorstandsvorsitzende Ernst Vejdovszky das beste Jahr der Unternehmensgeschichte.
Das deutsche Tochterunternehmen S IMMO Germany, welche die Geschäfte in Deutschland leitet, ist trotz der Verkäufe weiter auf Expansionskurs. Ihr Ziel ist aber nicht die Ballungsräume sondern laut Geschäftsführer der S IMMO Germany Daniel Kaboth „mittelgroße deutsche Städte, wo noch schöne Renditen zu erzielen wären“. Ihr Fokus liegt dabei auf Städten mit Universiäten. Denn gerade dort können sie sich 1-3 Raum Wohnungen aneignen und billig aufwerten.
Wie z.b. Leipzig und Magdeburg. Dort werden im „Szene Kiez“ billige Häuser gekauft und ohne großen Aufwand schlecht saniert. Die ersten Leidtragenden dieser Mechanismen sind Menschen ohne reguläre Arbeit. Aber auch die Leute die eine Arbeit haben müssen immer mehr für ihren Wohnraum zahlen bis sie es nicht mehr schaffen. Die dadurch einsetzende Verdrängung in die Randbezirke erhöht nur weiter den Druck auf uns alle.
Die Handlanger von S Immo in Magdeburg sind Stach Immobilien. Stach stellt ein Subunternehmen dar, welches hier regional ihre Verwaltungs- und Hausmeisterdienste anbietet. Da sie Teil der Verdrängungsprozesse in unserem Stadtteil sind protestieren wir heute vor ihren Geschäftsräumen. Wir möchten uns gegen die Verdrängung wehren und Widerstand leisten gegen die Geschäfte, welche aus unseren Wohnungen gemacht werden. Wohnungen sind zum Leben da und nicht um Geschäfte zu machen. Im Kapitalismus wird alles zur Ware gemacht, auch unseren vier Wände.
Das wollen wir nicht schweigend hinnehmen. Darum sind wir heute hier. Wir werden uns weiter vernetzen um für den Erhalt des Infoladen auf allen Ebenen zu kämpfen. Wir verpissen uns ganz sicher nicht, verpisst ihr euch doch. In diesem Sinne:
Infoladen bleibt! Gegen Mietwucher und soziale Verdrängung! Für einen proletarischen und lebendigen Kiez!

In.Flammen vol. 5 at L!Z Magdeburg

Termin am: 

Samstag, 6. Januar 2018 - 19:30 bis Sonntag, 7. Januar 2018 - 3:00

Ereignis: 

  • Infoveranstaltung
  • Konzert
  • Küfa & Vokü

IN.FLAMMEN | 5

In.Flammen baut ein politisches Hip-Hop-Netzwerk zwischen Griechenland und Deutschland auf. Im Fokus stehen Selbstorganisierung, soziale Kämpfe und Solidarität. Nachdem wir die letzten Male in Hamburg, Bremen und Athen waren, freuen wir uns, wieder ins L!Z nach Magdeburg zu kommen! Wir beginnen um 19.30 Uhr mit einem Vortrag der Kampagne "Can't evict solidarity" zur Situation von Geflüchteten und der Solidaritätsarbeit in Griechenland. Um 22 Uhr geht es weiter mit dem Konzert und Acts aus Athen, Rethimno, Magdeburg, Berlin und Leipzig. Am Ende legt CHI aus Hamburg für euch auf. Mit den Einnahmen der Veranstaltung werden Menschen ohne Papiere unterstützt.

***

19.30h VORTRAG & DISKUSSION
(scroll down for English version)

Die Kampagne „You can’t evict Solidarity“ wurde zur Unterstützung von Aktivist*innen gegründet, die nach den Räumungen von besetzten Häusern in Thessaloniki (Griechenland) im Sommer 2016 sowie im Frühjahr 2017 vor Gericht stehen. In ihrem Vortrag berichten Genoss*innen von der Kampagne über die aktuelle Situation von Geflüchteten und die Solidaritätsarbeit auf der Insel Lesbos und dem griechischen Festland. Außerdem sprechen sie über die migrantischen Häuserkämpfe sowie über die Lage auf dem serbischen Teil der Balkanroute. Im Anschluss ist Zeit für Fragen, Gespräch und Diskussion. Mehr Infos auf: https://cantevictsolidarity.noblogs.org/

22h KONZERT

Daisy Chain & Miss Zebra (Athen/Rethimno)
Gut-Mänsch Clan (Magdeburg)
ΠΕΝΘΙΜΟΣ / CLOWN & Viral (Athen)
Rana Esculenta (Leipzig)

DJ
CHI (Feminist Rap/Trap/Bass)

Orte: 

  • Infoladen Salbke
  • Libertäres Zentrum

Themen: 

  • Antifaschismus
  • Antikapitalismus & Klassenkampf
  • Antirassismus
  • Freiräume & Wohnungsnot
  • Repression

Demonstration: Students For A Future Without Racism Vol. II - Jetzt erst recht!

Termin am: 

Samstag, 16. Dezember 2017 - 17:00 bis 21:00

Ereignis: 

  • Demonstration

„Wir wachsen in einer Zeit auf, in der Internationalität und Weltoffenheit zum Alltag gehören sollten. Wir sind die Arbeitenden, Selbstständigen oder Politiker*innen von morgen. Deswegen liegt bei uns eine besondere Verantwortung, die Zukunft so zu gestalten, wie wir sie uns wünschen. Eine Zukunft, in der Rassismus und rechte Gewalt keinen Platz finden.“

Mit dieses Worten endete unsere Aufruf zur Demonstration „Students For A Future Without Racism“ vor mittlerweile genau zwei Jahren am 16. Dezember 2015. Über 700 Menschen schlossen sich unserer damaligen Veranstaltung an und wir blickten zuversichtlich in die Zukunft.

Heute, im Dezember 2017, müssen wir leider sehen, dass sich nicht viel zum Besseren gewendet hat. Die AfD ist mit Krachen in den Sachsen-Anhalter Landtag eingezogen und sitzt jetzt auch im Bundestag. Donald Trump wurde tatsächlich Präsident der USA, was viele noch Stunden davor für einen schlechten Witz gehalten hatten. Immernoch brennen in Deutschland Geflüchtetenunterkünfte und die Grenzen des Sagbaren scheinen sich deutlich nach rechts verschoben zu haben...
Insgesamt beobachten wir mit Sorge eine zunehmende Akzeptanz rechten Gedankenguts in der Gesellschaft!

Das können und wollen wir nicht hinnehmen! An unserem Aufruf vor zwei Jahren hat sich nichts geändert. Wir kämpfen weiter für eine andere Zukunft, als die, die sich aktuell anzubahnen scheint. Wir wollen in einer Gesellschaft leben, die sich offen zeigt, solidarisch handelt und demokratisch zusammensteht – kurz um, einer Gesellschaft, in der es Rassismus und Diskriminierung nicht geben wird!

Deshalb gehen wir abermals am 16. Dezember geschlossen gemeinsam auf die Straße - sind laut und bunt. Es ist noch nichts verloren. Und auch wenn das manchmal schwer fällt – unser Blick in die Zukunft ist nach wie vor ein optimistischer! Das Motto lautet: JETZT ERST RECHT!


WAS: Demonstration „Students For A Future Without Racism Vol. II – Jetzt erst recht!“

WANN: 16. Dezember 2017, ab 17 Uhr

WO: Universitätsplatz Magdeburg (vor dem Opernhaus)

Weitere Informationen: https://www.facebook.com/events/1920841961577094/

Orte: 

  • Magdeburg

Themen: 

  • Antifaschismus
  • Antirassismus
  • Antisexismus & Gender & Queer

FAU Filmabend

Termin am: 

Montag, 4. Dezember 2017 - 19:00

Ereignis: 

  • Filmvorführung

Die FAU Magdeburg lädt euch herzlich zum zweiten Filmabend unser Filmreihe ein.

Dieses Mal zeigen wir einen Film über die Solidarität der Schwulen- und Lesbenszene mit dem Britischen Bergarbeiterstreik von 1984/1985.

Orte: 

  • Thiembuktu

Spontandemonstration gegen Mord an Oury Jalloh

Am heutigen Donnerstag fand in Magdeburg eine spontane Demonstration unter dem Motto „Wahrheit erkämpfen - Oury Jalloh, das war Mord“ statt. Auf diese Weise sollte erneut auf den rassistischen Mord von Polizisten an Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle im Jahr 2005 aufmerksam gemacht werden.

Orte: 

  • Magdeburg

Themen: 

  • Antifaschismus
  • Antirassismus

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